Seit seiner Gründung am 1. Mai 1946 engagiert sich der NDR Chor nicht nur für das klassische und romantische Repertoire, sondern ebenso intensiv für die zeitgenössische Musik. Besonders unter der prägenden Leitung von Helmut Franz, dem Nachfolger von Max Thurn, wurde die Á-cappella-Literatur zu einem Schwerpunkt des NDR Chores. Spätere Chordirektoren wie Roland Bader, Horst Neumann, Robin Gritton und Hans-Christoph Rademann setzten diese Tradition fort. Daneben gingen besondere Impulse von namhaften Gastdirigenten wie Eric Ericson, Marcus Creed, Michael Gläser
Neben seiner Arbeit für das Radio- und Fernsehprogramm des NDR dokumentiert eine Vielzahl von CD-Produktionen mit Musik von Henry Purcell bis hin zu Aufnahmen mit Giora Feidman die stilistische Bandbreite des Ensembles. Mit der Gesamtaufnahme der Á-cappella-Werke von Johannes Brahms errang der NDR Chor den französischen Preis "Orphée d`or". Unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann zeichnete der Chor seine letzten CD Einspielungen mit Á-cappella-Werken von Anton Bruckner und Max Reger auf, bei denen in der Fachpresse insbesondere der homogene Klang des Chores gelobt wurde. Für die Aufnahmen der Á-cappella Werke von Max Reger erhielt das Ensemble im Februar 2005 den "Preis der Deutschen Schallplattenkritik". Zusätzlich zu seiner Arbeit mit dem NDR Sinfonieorchester ist der NDR Chor auch ständiger Partner der NDR Radiophilharmonie. Hinzu kommen regelmäßige Auftritte mit der NDR Bigband. Die enge Zusammenarbeit mit den beiden Reihen "NDR Das Alte Werk" und "NDR das neue werk" hebt einmal mehr die stilistische Vielfalt des NDR Chores hervor.